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Kombinierte Organtransplantation: PNTx, LNTx, Cluster-Tx - intensivmedizinisch- pflegerische Aspekte der frühen postoperativen Phase - Frau Solveig Allrich
Bedenkt man, dass mittlerweile 50 Jahre vergangen sind seit am 23.12.1954 in Boston/USA die erste erfolgreiche Nierentransplantation durchgeführt wurde, so muss die Entwicklung der Transplantationschirurgie in dieser kurzen Zeit fast unwirklich erscheinen: ca. eine halbe Million NTx weltweit, gut 7.500 kombinierte PNTx. Ca. 65.000 LTx und außerdem einige hundert Darm und wenige Cluster-Transplantationen.
Fast noch beeindruckender als das Patienten- und Transplantatüberleben ist der hohe soziale Rehabilitationsgrad der meisten dieser Transplantatempfänger. So ist es einem Gutteil dieser Menschen möglich, nach erfolgreicher Transplantation in ein normales Leben zurückzukehren, in dem Leistungssport genauso seinen Platz hat wie eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit. Einziger Wermutstropfen in der sich immer weiter entwickelnden und verbessernden Transplantationsmedizin ist das stagnierende bzw. zum Teil rückläufige Spenderaufkommen. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass heute die Verfügbarkeit von Organen den limitierten Faktor in der Transplantationschirurgie darstellt und es ist zu hoffen, dass gerade Veranstaltungen wie dieses Symposium der Organspende helfen mögen, eine größere Akzeptanz zu erreichen.
Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Virchow Klinikum der Charite´ Berlin ist das größte deutsche Transplantationszentrum und europaweit führend.
Zur Zeit werden ca. 130 Lebern, 100 Nieren und etwa 30 Bauchspeicheldrüsen pro Jahr transplantiert. Etabliert wurden die Nieren- und die Leberlebendspende und im Jahre 2001 die klinische Dünndarmtransplantation. Insgesamt wurden seit 1988 mehr als 2.000 Organtransplantationen durchgeführt. Die Erfolgsquote ist bei einer Überlebensrate z.B. für die Lebertransplantation von über 90% nach einem Jahr die höchste in Europa.
Der Vortrag bezieht sich auf die frühe postoperative Phase kombiniert transplantierter Organempfänger, wobei im besonderen die speziellen pflegerischen Aspekte berücksichtigt werden. Die Ätiologie der zugrunde liegenden Erkrankungen und der sich daraus ergebenden Indikationen zur Organtransplantation werden ebenso wie eine kurze Übersicht über die operativen Techniken und der sich daraus ergebenden Besonderheiten für die postoperative Intensivtherapie/-pflege darstellt. Das Management von postoperativen Komplikationen, wie z.B. die Diagnose und Behandlung von Abstoßungsreaktionen stellt einen besonderen Punkt dar.
Solveig Allrich , Krankenschwester
Allgemein, Visceral und Transplantationschirurgie, Station 21
Charité Universitätsmedizin Berlin Campus Virchow Klinikum
Augustenburgerplatz 1
13353 Berlin
Tel.: 030/ 450552524
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