Evidenzbasierte Angehörigenintegration bei Organtransplantation
Frau Ute George, Dr. Wolfgang George

Nach einer einführenden Beschreibung der Chronologie eines Organtransplantationsgeschehens aus der Perspektive des Angehörigen, werden die Probleme und kritische Phasen (a), die mit diesen verbundenen Aufgaben des Behandlungsteams (b) und das dazu notwendige Helferverhalten (c) beschrieben. Es wird deutlich, dass die Klärung der persönlichen Haltung und der des Teams gegenüber dem Transplantationsgeschehen von großer Bedeutung für das mit diesem verbundene Engagement und erhofften Verlauf der schwierigen Grenzsituation ist.

Ein erstes, von der Vortragenden mitentwickeltes Modell versucht zu erklären wieso es - selbst bei reflektierten und erfahrenen Helfern, zu so zahlreichen Missverständnissen zwischen den Zielen und Bedürfnissen von Angehörigen und Helfern kommen kann.

Um die Qualität der Angehörigenintegration im Umfeld der Organtransplantation zu sichern wird daran anschließend das Verfahren der evidenzbasierten Angehörigenintegration einführend vorgestellt (a) und auf die Situation der Organtransplantation übertragen (b). Es wird erkennbar, dass die Realisation dieses Arbeitsprinzips die Qualität der Angehörigenintegration signifikant erhöht, indem sie die verschiedenen damit verbundenen Aktivitäten von der individuellen Fähigkeit und Bereitschaft des einzelnen löst und sich anstelle dessen eine weitegehend verbindliche Vorgehensform aller identifizieren lässt. Hier wird auch eine Exkurs in die Sozialethik von John Dewey vermittelt. Abschließend wird deutlich, dass selbst die intelligentesten Einbindungskonzepte – auch die einer evidenzbasierte Angehörigenintegration bei Organtransplantation -- dann kollabieren, wenn das wichtigste Verbindungselement zwischen den Akteuren und den Betroffenen fehlt: das Vertrauen in die fachliche und menschliche Korrektness des professionellen Systems.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne unter der 0641-9482111 zur Verfügung

Ute George
Krankenschwester und Beraterin

Coautor:
Dr. Wolfgang George

Jahnstr.14                                                                                   Diplompsychologe und Krankenpfleger
35394 Gießen

  21.10.2004