Physiotherapeutischer Einsatz mit transplantierten Patienten auf der Intensivstation
Frau Silke Klarmann, Frau Kisten Lang, Herr  Mariusz Wiecanowski

Nach dem notwendigen Eingriff einer Transplantation, lernen alle Patienten ihr Belastungslimit sehr schnell kennen und versuchen dieses mit Unterstützung möglichst bald zu steigern ,um die bestmögliche Belastungsgrenze für den Alltag wieder zu erlangen , was ihm meistens aus gesundheitlichen Gründen vor der OP lange nicht mehr möglich war.

Nicht nach jeder Transplantation geht es dem Patienten sofort besser ,leider ist alles meistens noch viel schwieriger und es bedarf Engagement von Seiten des Patienten, sich zu aktivieren und seine Lebensqualität und Leistungsfähigkeit wieder zu steigern.

Es erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Seiten des täglichen Klinikalltages z. B. Ärzteteam – Pflegeteam – Physiotherapeutenteam – Logopäden – Ergotherapeuten – Sozialarbeitern , aber auch die Familie sollte mit einbezogen werden.

Individuell auf den Patienten erarbeite Übungsprogramme ermöglicht uns eine gute Umsetzung der vorgefertigten Ziele.

Voraussetzung ist, dass der Patient mitarbeiten möchte, und dass das Übungsprogramm seinem derzeitigen Leistungsniveau angepasst ist.

Vordergründig wird in den ersten Tagen nach der Transplantation Atemtherapie, sowie der Situation entsprechend passiv / aktiv gearbeitet. Von der physischen Leistung abhängig , besteht allerdings auch das Ziel den Patienten schnellst möglichst zu mobilisieren und ihn an die Bettkante ,oder in den Stuhl zu setzen .

Wichtig ist bei diesen Patienten ein individuelles Trainingsprogramm zu entwickeln und mit dem gesamten Team der Station umzusetzen.

Dieses Trainingsprogramm muss stets neu aktualisiert werden, um den Patienten so zu fördern, dass das Maximum aus ihm herausgeholt werden kann, ohne ihn allerdings zu sehr in eine Stress-Situation  fallen zu lassen.

Sollte dies allerdings doch einmal geschehen, muss mit entsprechenden Maßnahmen entgegengearbeitet werden z.B. Massage – Entspannungstherapien – Craniosacrale Therapie – Fußreflex –Therapie.

Täglich stellt der Therapeut sich neu die Frage:
In welcher Aktivitätsphase befindet sich der Patient???
Wie viel Hilfe biete ich dem Patienten an!??

SO VIEL HILFE WIE NÖTIG
SO WENIG HILFE WIE MÖGLICH !!!!

Kirsten Lang  Silke Klarmann Mariusz Wiecanowski
Physiotherapeutin Physiotherapeutin ltd. Physiotherapeut
Eiderkamp1i 
24582 Bordesholm
Fon 04322 /887570
Dweerkamp10
24247 Mielkendorf
Fon :04347/709681
Bülowstr 6
24105 Kiel
Fon 0431 /3801166


    21.10.2004