Licht am Ende des Tunnels
Julika Thoms, Universitätsklinik Rostock

In meiner Falldarstellung berichte ich über einen 33-jährigen männl. Patienten mit einer Colitis ulcerosa und einer alkoholtoxischen Leberzirrhose, der zunächst aus der Klinik für Innere Medizin zu uns auf die chirurgische ITS kam, dort Notfalloperiert wurde, später transplantiert und sogar re-transplantiert wurde. Im Verlauf seines ca .4-monatigen Aufenthaltes auf unserer ITS durchlebte der Patient alle Höhen und Tiefen einer sehr schweren Erkrankung.

Nach dem 1. Aufenthalt auf der internistischen ITS und anschließender Rückverlegung auf die periphere internistische Station wurde erstmalig über eine mögliche LTx mit den Chirurgen diskutiert und die ersten Vorbereitungen dazu getroffen. Grund für diesen Therapieweg war das jugendliche Alter des Patienten – damals 31 Jahre sowie seine glaubhafte Alkoholabstinenz seit ca .4 Monaten und der feste Wille, sei Leben zu ändern. Das war im September 2002. Es folgten mehrere Klinikaufenthalte wegen durchfälliger Stühle mit Blutbeimengungen, spontaner bakterieller Peritonitis, rezidivierender Anämien. Der Allgemeinzustand verschlechterte sich kontinuierlich und die Gefahr einer vitalen Bedrohung bestand. Die Listung zur Transplantation erfolgte im Juni 2003.

Erneuter Klinikaufenthalt im Januar 2004 wegen schwer therapierbarer Ascitis, hepatorenalem Syndrom. Juni 2004 – massive aktive Blutung aus dem Colon. Es erfolgte die Verlegung von der internistischen ITS auf unsere chirurgische ITS mit sofortiger Notfall – OP – subtotale Colektomie mit Ileostomaanlage. Am 12.07.2004 erfolgte die erste LTx. Wegen einer Nachblutung musste am 16.07.2004 relaparatomiert werden. Bei anschließender Angiographie wurde eine komplette arterielle Transplantatthrombose diagnostiziert. Es erfolgte die Anmeldung zur Re – Transplantation.

  • 17.07.2004 Re-Transplantation
  • 20.07.2004 Revision mit Bauchtuch-Entfernung, Blutstillung und Lavage
  • 25.07.2004 - DTS erforderlich
  • Nach langer Intensivtherapie kam es im weiteren Verlauf zur Normalisierung der Nierenfunktion – CVVHDF-Ende erfolgte am 27.07.2004.

Dann ging es ganz langsam wieder aufwärts, und die Lebensgeister konnten wieder erweckt werden, bis der Patient am 27.10.2004 unsere ITS verlassen und auf die periphere Station in unserem Haus verlegt werden konnte. Die Entlassung aus der Klinik erfolgte am 12.11.2004 zur Reha nach Klink. Heute geht es dem Patienten gut.

  12.10.2005