Vorwort für das 10. Pflegesymposium
am 19.10.2006 in München
P. Jacobs
Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Pflegesymposiums des AKTX in München,
ein herzliches Grüß Gott wünscht Ihnen die bayerische Landeshauptstadt, verbunden mit den besten Wünschen für Ihr 10. Pflegesymposium. Dieses Symposium findet in einer Zeit des Umbruchs und der Neuorientierung für alle Pflegeberufe statt. Die demografische Entwicklung der Bevölkerung wird es mit sich bringen, dass die Bereiche der ambulanten Pflege und der Altenpflege weiter ausgebaut werden müssen, um dem steigenden Bedarf an pflegerischen Leistungen außerhalb der Institution Krankenhaus gerecht werden zu können. Ausgelöst durch Initiativen aus dem privaten Krankenhausbereich, verbunden mit dem brisanter werdenden Ärztemangel, entstehen derzeit neue Berufe, die zum Ziel haben aus der Pflege heraus durch entsprechende Weiterbildungen insbesondere im Bereich Operations- und Anästhesieassistenz fehlende Ärzte zu ersetzen. Schließlich wird der wachsende Gesundheitsmarkt sich auch immer stärker in Richtung Wellness entwickeln und auch hier neue und attraktive Arbeitsplätze für Pflegepersonal eröffnen. All dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es insbesondere in den Krankenhäusern zu einer immer stärker werdenden Konzentration schwerstkranker und damit schwerstpflegebedürftiger Menschen kommen wird, die einer medizinischen Behandlung und intensiven pflegerischen Betreuung bedürfen, um den Behandlungserfolg zu sichern. So wird die Zahl an Hochleistungseinheiten wie Intensivpflege-, Überwachungs- und Transplantationseinheiten stetig wachsen. Mit dieser Entwicklung wird die Suche nach hochqualifiziertem Pflegepersonal genau für diese Bereiche einhergehen. Sie liegen damit als Pflegende in einem dieser Hochleistungsbereiche sozusagen voll im Trend und werden in der Zukunft begehrte Arbeitskräfte sein eine Aussicht, die viele Menschen in unserem Land heute nicht haben.
Ich wünsche Ihnen zu Ihrem Jubiläumskongress alles Gute und hoffe, Sie in 10 Jahren erneut in München begrüßen zu dürfen.
P. Jacobs
Pflegedirektor, Klinikum der Universität München, Großhadern, Marchioninistrasse 15, D-81377 München |