| Impfungen nach Transplantation |
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Margitta Schönherr Birgit Lehmann Ulrike Weser Dr. Catrin Palm Universitätsklinikum Dresden, III. Med. Klinik, Abteilung Nephrologie, Fetscherstr.74, D-01307 Dresden E-mail: Catrin.Palm@uniklinikum-dresden.de Zum Laden des Posters bitte klicken |
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| Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen der Medizin. Transplantierte Patienten, die unter einer therapeutischer Immunsuppression stehen, stellen eine klassische Indikationsgruppe für zahlreiche Impfmaßnahmen dar, da die Immuninkompetenz zu einer erhöhten Infektionsneigung führt. Dennoch werden gerade bei diesen Patienten eher wenige Impfungen appliziert, wie aus verschiedenen Untersuchungen hervorgeht. Als Gründe dafür werden vor allem die Unsicherheit über deren Wirksamkeit und die Sicherheit von Impfungen unter Immunsuppression angesehen. Nach Organtransplantation bleibt ein Vorbestehender Impfschutz in der Regel weitgehend erhalten. Für viele Impfungen besteht nach Transplantation ein verminderter Impferfolg und eine reduzierte Wirkdauer. Einige Impfungen erweisen sich auch nach Transplantation als gut immunogen. [z.B.Polyomyelitis, Tetanus, Diphterie] während mit anderen Impfungen oft nur eine deutliche eingeschränkte Impfantwort [z.B.Hepatitis B, Influenza] erzielt wird. Die Wirksamkeit ist individuell schlecht vorhersehbar, ein serologisches Monitoring wäre wünschenswert. Trotz der eingeschränkten Impfantwort ist für die Standardimpfungen [Diphterie, Tetanus, Polyomyelitis, Influenza, Pneumokokken] eine breite Indikationsstellung ratsam, da zumindest ein Teil der Patienten effektiv geschützt werden kann. Viele Vakzine sind immunogener wenn sie vor der Transplantation, z.B. im Frühstadium einer chronischen Niereninsuffizienz, verabreicht werden. Vor einer Transplantation sollten möglichst alle empfohlenen Impfungen appliziert worden sein. Im Hinblick auf die reduzierte Wirkdauer von Impfungen nach Organtransplantation ist auch zu beachten, dass transplantierte Patienten eher eine Auffrischungsimpfung benötigen, im Vergleich zu den Empfehlungen für die Normalbevölkerung. Relativ wenige Impfungen sind nach Transplantation kontraindiziert, es handelt sich dabei durchweg um Lebendimpfstoffe. Für viele andere Impfstoffe überzeugt eine Vielzahl von Impfstudien für dieses Patientenkollektiv von der Sicherheit ausgewählter Impfungen auch nach Transplantation. Ein verzicht auf den Impfschutz aus Furchst ist somit in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt. Eine gezielte Beratung bei geplanten Fernwiesen kann die Sicherheit auch für transplantierte Patienten deutlich steigern. |
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