Kamillendampfsitzbad zur Prävention von Harnwegsinfekten
Zum Vergrößern bitte klicken Christina Fickler,
Mirjam Breg

Krankenschwestern, Klinikum Großhadern, Transplantationschir. Stat. H 5, Marchioninistr. 15, D-81377 München


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  • transurethraler Dauerkatheter
  • kurze Harnröhre
  • räumliche Nähe zum Darm
  • Vorbestehende Infektion im Urogenitaltrakt infolge einer zu geringenUrinausscheidung
  • Immunsuppressionmangelnde Hygiene und unkorrekte Intimhygiene

Indikation

  • Prophylaxe vor Harnwegsinfekt
  • Begleitende Therapie bei Harnwegsinfekt
  • Krampflösung und Schmerzlinderung nach urologischen Eingriffen und Untersuchungen

Material

  • Toilettenstuhl mit Nachttopf
  • ca 50g Kamillenblüten
  • 1Liter kochendes Wasser
  • 1 Moltontuch
  • 1Handtuch

Durchführung

  • In den Nachttopf Kamillenblüten geben und 1 Liter kochendes Wasser
  • Nachtopf abdecken und 10 Minuten ziehen lassen
  • Dampftemperatur überprüfen ( Verbrühungsgefahr!)
  • Patientin setzt sich über den Dampf auf den Nachtstuhl und wird mit Molton zugedeckt
  • 15 - 20 Minuten sitzen bleiben

Studie
Dauer 8 Monate mit 25 transplantierte Patientinnen mit Kamilledampfsitzbad
• bei 15 Patientinnen Urin stets steril
• 3 mal Harnwegsinfekt

Bei Vergleichsgruppe ohne Kamilledampfsitzbad
• bei 1 Patientin Urin steril
• 14 mal Harnwegsinfekt

Ursachen von Harnwegsinfekten bei transplantierten Patientinnen
   München 19.10.2006