| Schulung nach Nierentransplantation |
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Petra Hecker Esther Ziemann Krankenschwestern, Allgemein, Visceral - und Transplantationschirurgie, Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow Klinikum, Augustenburgerplatz 1, D-13353 Berlin E-mail: petra.hecker@charite.de, E-Mail: esther.ziemann@charite.de Zum Laden des Posters bitte klicken |
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| Ablauf des Konzeptes „Pflege durch Selbstpflege“ Wichtiges Ziel nach einer Nierentransplantation ist es, die Patienten zu Eigenverantwortung anzuleiten. Hierzu ist es von besonderer Bedeutung, dass das Pflegepersonal gut unterrichtet und informiert ist. Auf Grund der kürzeren Verweildauer im Krankenhaus, müssen die eben Transplantierten möglichst schnell und intensiv geschult werden. Postoperative Anleitung und Unterweisung. Ab dem sechsten Tag nach der Operation stehen laut Konzept Unterweisungen zum Thema medikamentöse Therapie inklusive Einteilung, Wirkung, Nebenwirkung sowie die pünktliche Einnahme der Medikamente auf dem Plan. Nach Ablauf einer Woche wird dem Patienten zusätzlich ein Einblick in die Kurven der Vitalwerte gegeben: Die Bedeutung der Vitalwerte wird erläutert, und der Patient übt sich in der eigenhändigen Durchführung der Messung eventuell unter Hilfestellung des Pflegepersonals. Die Grundzüge der Bilanzierung, der Zusammenhang zwischen Einfuhr und Ausfuhr mit seinen Auswirkungen auf das Gewicht und die besondere Bedeutungen des Morgen-Gewichtes werden aufgegriffen. Der Patient erfährt, in welcher Form sich Abstoßungssymptome bemerkbar machen und worin der Unterschied zwischen einer Abstoßung und einer Entzündung besteht. Außerdem wird ihm in diesem Zusammenhang die Bedeutung der wichtigsten Blutwerte vermittelt. Angesprochen wird zudem, inwiefern der Transplantierte seine bisherige Lebensweise ändern muss, angefangen von Trinkmenge, Ernährung, Hygiene, Sport, Arbeit bis hin zum Reisen. Das Pflegepersonal teilt sich die Betreuung. Der Spätdienst übernimmt dabei die Kontrolle und Besprechung der Medikamentenpläne und 34 schult die Patienten in diesem Bereich. Der Frühdienst kontrolliert und bespricht die Patientenkurven. Nachdem die Schwestern und Pfleger den Transplantierten mit der neuen Situation nach der Transplantation vertraut gemacht haben, führt dieser die erlernte Tätigkeit in einer zweiten Phase eigenverantwortlich aus. Das Pflegepersonal hat hier eine überwachende und kontrollierende Funktion. Sowohl Früh- als auch Spätschicht stehen den Patienten beratend zur Seite. Patient ist gut über seine Situation informiert Hat sich der Transplantierte in seiner neuen Lebenssituation gut zurechtgefunden, kann er damit sicher umgehen. Er ist nun sehr gut über seine Situation informiert und kann somit selbstständig auf Veränderungen reagieren. Das Pflegepersonal überprüft die ordnungsgemäße Durchführung der Therapie und greift lediglich bei Verständigungsproblemen helfend ein. |
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