Neues aus der Transplantationspflege Tübingen
Zum Vergrößern bitte klicken Silvia Pinz-Maleh

Krankenschwester, Universitätsklinik Tübingen, Klinik für Allgemeine,
Visceral- und Transplantationschirurgie, Berliner Ring 41, D-72076 Tübingen

E-mail: Pinz-Maleh@t-online.de

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Während der Wartezeit auf ein Spenderorgan tauchen für Patienten und Angehörige viele Sorgen und Ängste auf. Neben der gesundheitlichen Einschränkung der Patienten und der psychischen Belastung der Angehörigen kommen viele unbeantwortete Fragen und im Zuge dessen Unsicherheiten auf. Um diese Probleme anzugehen und zu mindern, wurde Anfang des Jahres der Arbeitskreis Transplantationsbegleitung gegründet. Fünf Fachkräfte aus den verschiedenen Bereichen des Transplantationszentrums erarbeiteten ein Konzept, das vordergründig die Integration der Patienten und deren Angehörige in den Behandlungsablauf vorsieht. Bisher war der Arbeitskreis am Tag der offenen Tür des Transplantationszentrums Tübingen erfolgreich aktiv. Weitere Veranstaltungen sind zukünftig geplant, wobei der Arbeitskreis darüber hinaus als feste Institution wirksam sein möchte. Ein weiterer neuer Bereich lag in der pflegerischen Versorgung einer Patientin mit Dünndarmtransplantation. Der erfolgreiche Eingriff wurde an einer Morbus Crohn Patientin vorgenommen, mit terminalem Kurzdarmsyndrom, die lange Zeit parenteral ernährt wurde. Wegen fehlenden Gefäßzugängen konnte die Indikation zur Dünndarmtransplantation gestellt werden. Neben der allgemeinen Transplantationspflege lagen die Schwerpunkte in der Ileostomaversorgung, der Ernährung, der Resorptionskontrolle und der speziellen Überwachung der Transplantatfunktion durch Beobachtung von klinischen Zeichen und den diagnostischen Endoskopien mit Gewebeentnahme. 36 Die Patientin konnte nach circa 3 Monaten mit gutem Wohlbefinden nach Hause entlassen werden.
   München 19.10.2006